Michael HaaseVitaMusikPflegefortbildungKontakt / Impressum


Zu folgenden Pflegethemen in der stationären Psychosomatik biete ich Vorträge und Workshops an:

    -  Spezielle Pflege in der Psychosomatik

    -  Die Beziehungsachse in der OPD
       (Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik)

    -  Pflegerische Maßnahmen bei akuter Suizidalität

    -  Die Patientenaufnahme Psychosomatik

    -  Musiktherapie in der Pflege

    -  Regulatives Musiktraining

    -  Gesprächsführung für Pflegende nach Carl Rogers




... und Psychosomatisches Verständnis in der Pflege

Im Krankenhaus für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie steht neben den grundpflegerischen und organisatorischen Tätigkeiten die spezielle psychosomatische Pflege im Mittelpunkt.

Therapie und Pflege sind für den Patienten in der Psychosomatik gleichermaßen wichtig. Er braucht sowohl den „Therapieraum“ (Arbeit am Unbewussten, Deutungen, etc.) als auch den durch das Pflegeteam repräsentierten stationären „Realraum“ (situative Hilfestellung, Struktur etc.), um verändernde Erfahrungen zu machen. Nur so kann sich die Psychotherapie wirksam entfalten und professionell begleitet in das Alltagsleben des Patienten integriert werden.

Das Pflegeteam entspricht hier dem gesunden haltgebenden Beziehungsumfeld („Familie“, „gesunder Menschenverstand“), in welchem Beziehungsorientierung, Selbsterfahrung, Veränderung und Entwicklung möglich sind.


Ziele der Fortbildung sind:

- Eine psychosomatische Haltung in der eigenen Pflege entwickeln
- Seine eigene Rolle im multiprofessionellen Team reflektieren
- Psychosomatik als Beziehungsmedizin verstehen
- Professionelle Beziehungsgestaltung (R. Bauer)
- Kommunikation als basales Pflegeinstrument (C. Rogers)
- Spezielle Krankenbeobachtung

Methoden: Vortrag, Gruppenarbeit, Rollenspiele



Pflegefortbildung zur Operationalisierten Psychodynamischen Diagnostik  

Die OPD (Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik) erweitert die bisherige symptomorientierte Diagnostik in Kliniken für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie nach ICD-10 um die Aspekte ‚Krankheitserleben und Behandlungsvoraussetzungen’, ‚Beziehung’, ‚Konflikt’ und ‚Struktur’. Diese Aspekte sind für die psychodynamisch orientierte Behandlung von großer Bedeutung.  

Die Anwendung der OPD wird mit Einführung des neuen Abrechnungssystemes OPS für tiefenpsychologisch arbeitende Kliniken verbindlich.
 

Die Arbeit mit der OPD kann sowohl die Kommunikation als auch die gemeinsame Behandlungsplanung im interdisziplinären Team im konstruktiven Sinne fördern. Hier bekommt die Beziehung der Pflegenden zu den Patienten im Stationsalltag einen besonderen Stellenwert.  

Im Mittelpunkt der Fortbildung wird die pflegerische Arbeit mit der Beziehungsachse der OPD speziell im stationären Bereich der Psychosomatik und Psychotherapie sein. 


Ziele der Fortbildung sind:  

- Nutzen der OPD für die Pflege verstehen
- Erste Eindrücke der verschiedenen Beziehungsaspekte der OPD
- Kennenlernen Dysfunktionaler Beziehungsmuster
- Formulierung eines pflegerischen Behandlungsfokus

Methoden: Vortrag, Diskussion, Übung



Der Suizid ist nach wie vor die häufigste Todesursache in der Psychiatrie. 5-15% der an einer Schizophrenie oder manisch-depressiven Psychose Erkrankten sterben durch Suizid.

Suizidgefährdung ist keine Krankheit, sie ist ein Symptom psychischer Krankheit. Den Betroffenen sind die Möglichkeiten, Krisensituationen als Reifungsprozesse zu erleben aufgrund ihrer psychischen Erkrankung versperrt. Sie bedürfen deshalb in der akuten Phase der Suizidgefährdung einer intensiven Unterstützung und Begleitung.  

Im Rahmen dieses Workshops werden wir erfahren, wie wir Pflegende mit suizidgefährdeten Menschen umgehen können und welche Fehler wir dabei vermeiden sollten.    


Ziele der Fortbildung:
 

- Erkennen von Suizidalität
- Eine eigene Pflegerische Haltung zur Suizidalität
- Sicherheit im Umgang mit Suizidalen Patienten
- Ablauforganisation auf Station optimieren  
- Krankenbeobachtung
- Rechtliche Aspekte
- Selbsterfahrung  

Methoden: Vortrag, Diskussion, Gruppenarbeit, Rollenspiel



Die Aufnahmesituation im Krankenhaus für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie ist für den Patienten zumeist mit Unsicherheiten besetzt: er kommt in eine für ihn fremde Umgebung zu fremden Menschen, denen er vertrauen soll. Die veränderte Umgebung und die Frage, was mit ihm geschehen wird wirken beängstigend auf ihn.  

Statistische Untersuchungen ergeben, dass über 80% aller Patienten im Krankenhaus das pflegerische Aufnahmegespräch als „wichtig“ oder „sehr wichtig“ einstufen. Viele Patienten in der Psychosomatik berichten, dass die Aufnahmesituation für den späteren Therapieverlauf von entscheidender Bedeutung gewesen sei.  

Der therapeutische Stellenwert des pflegerischen Erstkontaktes ist sehr hoch. Aus diesem Grunde erfordert er umfangreiche fachliche sowie soziale Kompetenzen von uns Pflegenden.  

In dieser Fortbildung geht es darum, die Patientenaufnahme als eigenen und wichtigen Teil der stationären Psychotherapie zu verstehen und kompetent zu gestalten.     


Inhalte dieser Fortbildung:  

- Gestaltung des pflegerischen Erstkontaktes
- Aufnahmegespräche
- Gesprächsführung (C. Rogers)
- Ablauforganisation der Patientenaufnahme
- Pflege-Kompetenzmodell (P. Benner)
- Therapie-Coaching  

Methoden:
Vortrag, Selbsterfahrung, Diskussion, Rollenspiele, Gruppenarbeit



Musik im Pflegealltag - Wie funktioniert denn das?

Dieser Workshop lädt Sie ein, die positiven, heilsamen und regulierenden Kräfte eines achtsamen Umgangs mit Musik selbst zu erfahren.  

Er vermittelt Pflegenden die Möglichkeiten, Musik und Klang als ein selbstverständliches und alltägliches Mittel zur Beziehungsgestaltung einzusetzen. Neben der Wissensvermittlung steht die unmittelbare Selbsterfahrung im Mittelpunkt der gemeinsamen Arbeit.
 
Michael Haase verbindet einführende theoretische Grundlagen der Musiktherapie und Erfahrungen aus dem musiktherapeutisch-pflegerischen Alltag mit spielerischen und praktischen Elementen sowohl der Aktiven als auch der Rezeptiven Musiktherapie.  

Einen besonderen Stellenwert bekommt hier das Regulative Musiktraining nach Christoph Schwabe, ein wirksames Wahrnehmungs- und Wohlspannungstraining mit Musik, welches immer mehr gerade von Pflegenden in Psychiatrie und Psychosomatik angeleitet wird.  

Spaß an der Musik und Neugier auf ihre Wirkung ist Voraussetzung, musikalische Vorkenntnisse jedoch sind nicht erforderlich!

Inhalte dieser Fortbildung

- Exkursion zum Thema „Hören“
- Was ist Musiktherapie?
- Musik, Klänge und Instrumente in der Beziehungspflege
- Regulatives Musiktraining nach Christoph Schwabe

Methoden:
Vortrag, Selbsterfahrung, Übung, Gruppenleitung



Nicht sich-berieseln-lassen mit entspannender Musik,
sondern innehalten
und wahrnehmen dessen, was ist:
 
Umweltgeräusche, Gedanken, Körperempfindungen, Gefühle, Musik ...
 
                        
Nicht Einflussnehmen, sondern Geschehenlassen.
     


Das Regulative Musiktraining (RMT) ist eine Anleitung zur gezielten Spannungsregulation mit Musik. Sie richtet sich an alle Menschen, die ihre Wahrnehmungen differenzieren möchten, um so innere Spannungen wirksam zu bearbeiten.  

Unser gesellschaftliches Leben wird heute in zunehmendem Maße von hohen Leistungsanforderungen geprägt, die den Einzelnen oft bis an die Grenzen der individuellen Anpassung führen. Eine häufige Folge sind Verspannungen, welche sich in Form der typischen Stresssymptome zeigen: zum Beispiel Muskelverspannungen, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Verdauungsstörungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.  

Eine gesunde, dem persönlichen Leistungsanspruch förderliche Anspannung ist auf die Dauer nur realisierbar, wenn die Person im gleichen Maße Entspannung im Sinne von Lösung und Genießen beherrscht. So hat in den 80er Jahren Dr. Christoph Schwabe aus der psychotherapeutischen Methode ‘Regulative Musiktherapie’ das ‘Regulative Musiktraining’ zur Behandlung psychosomatischer Symptome entwickelt. Lösung und Genießen bedeutet hier nicht das „Abschalten“, nicht ein Verleugnen und Verdrängen einer Verspannung durch Ablenkung. Gemeint ist vielmehr ein „Umschalten“. Eine Verspannung kann am ehesten losgelassen bzw. gelöst werden, wenn die Person ihre Aufmerksamkeit, ohne zusätzliche Willensanstrengung und ohne das damit eng verbundene Abschaltenwollen, auf andere Bereiche umlenkt.  

Im Mittelpunkt des Trainings steht das Hören von instrumentaler Orchestermusik. Ziel ist, die Aufmerksamkeit auf die Bereiche der Musik (hören), des Körpers (spüren) sowie der Gedanken, Gefühle und Stimmungen (fühlen) zu lenken. Die Wahrnehmung wird somit differenziert, innere Verspannungen können erkannt, verstanden, benannt und einer regulativen Bearbeitung zugänglich gemacht werden.  

Musikalische Vorkenntnisse sind für das Regulative Musiktraining nicht erforderlich!

Inhalte der Fortbildung

- Training der inneren Haltung am Beispiel der Begegnung mit Musik
- Bio-Psycho-Soziales Krankheitsverständnis
- Seelische Spannungen erkennen
- Kommunikation über Wahrnehmungen

Methoden: Vortrag, Selbsterfahrung, Übung, Gruppenleitung

Ziel der Fortbildung ist zum einen, das Regulative Musiktraining und die angebotenen Techniken zur eigenen Regeneration und Wohlspannung wirksam einsetzen zu können. Zum anderen steht die Entwicklung methodischer Ansätze für die Umsetzung des Regulativen Musiktrainings in der beruflichen Praxis der Gruppenteilnehmer im Mittelpunkt.

Bei Bedarf kann ein Aufbautag vereinbart werden.



Inhalte folgen!