Zu folgenden Pflegethemen in der stationären Psychosomatik biete ich Vorträge und Workshops an:
- Spezielle Pflege in der Psychosomatik
- Die Beziehungsachse in der OPD (Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik)
- Pflegerische Maßnahmen bei akuter Suizidalität
- Die Patientenaufnahme Psychosomatik
- Musiktherapie in der Pflege
- Regulatives Musiktraining
- Gesprächsführung für Pflegende nach Carl Rogers
... und Psychosomatisches Verständnis in der Pflege
Im Krankenhaus für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie steht neben den grundpflegerischen und organisatorischen Tätigkeiten die spezielle psychosomatische Pflege im Mittelpunkt.
Therapie und Pflege sind für den Patienten in der Psychosomatik gleichermaßen wichtig. Er braucht sowohl den „Therapieraum“ (Arbeit am Unbewussten, Deutungen, etc.) als auch den durch das Pflegeteam repräsentierten stationären „Realraum“ (situative Hilfestellung, Struktur etc.), um verändernde Erfahrungen zu machen. Nur so kann sich die Psychotherapie wirksam entfalten und professionell begleitet in das Alltagsleben des Patienten integriert werden.
Das Pflegeteam entspricht hier dem gesunden haltgebenden Beziehungsumfeld („Familie“, „gesunder Menschenverstand“), in welchem Beziehungsorientierung, Selbsterfahrung, Veränderung und Entwicklung möglich sind.
Ziele der Fortbildung sind:
- Eine psychosomatische Haltung in der eigenen Pflege entwickeln - Seine eigene Rolle im multiprofessionellen Team reflektieren - Psychosomatik als Beziehungsmedizin verstehen - Professionelle Beziehungsgestaltung (R. Bauer) - Kommunikation als basales Pflegeinstrument (C. Rogers) - Spezielle Krankenbeobachtung
Methoden: Vortrag, Gruppenarbeit, Rollenspiele
Pflegefortbildung zur Operationalisierten Psychodynamischen
Diagnostik
Die OPD (Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik)
erweitert die bisherige symptomorientierte Diagnostik in Kliniken für
Psychosomatische Medizin und Psychotherapie nach ICD-10 um die Aspekte
‚Krankheitserleben und Behandlungsvoraussetzungen’, ‚Beziehung’, ‚Konflikt’ und
‚Struktur’. Diese Aspekte sind für die psychodynamisch orientierte Behandlung
von großer Bedeutung.
Die
Anwendung der OPD wird mit Einführung des neuen Abrechnungssystemes OPS für
tiefenpsychologisch arbeitende Kliniken verbindlich.
Die
Arbeit mit der OPD kann sowohl die Kommunikation als auch die gemeinsame
Behandlungsplanung im interdisziplinären Team im konstruktiven Sinne fördern.
Hier bekommt die Beziehung der Pflegenden zu den Patienten im Stationsalltag
einen besonderen Stellenwert.
Im
Mittelpunkt der Fortbildung wird die pflegerische Arbeit mit der Beziehungsachse
der OPD speziell im stationären Bereich der Psychosomatik und
Psychotherapie sein.
Ziele der
Fortbildung sind:
- Nutzen
der OPD für die Pflege verstehen
- Erste
Eindrücke der verschiedenen Beziehungsaspekte der OPD
- Kennenlernen
Dysfunktionaler Beziehungsmuster - Formulierung
eines pflegerischen Behandlungsfokus
Methoden: Vortrag, Diskussion, Übung
Der
Suizid ist nach wie vor die häufigste Todesursache in der Psychiatrie. 5-15%
der an einer Schizophrenie oder manisch-depressiven Psychose Erkrankten sterben
durch Suizid.
Suizidgefährdung ist keine Krankheit, sie ist ein
Symptom psychischer Krankheit. Den Betroffenen sind die Möglichkeiten, Krisensituationen
als Reifungsprozesse zu erleben aufgrund ihrer psychischen Erkrankung versperrt.
Sie bedürfen deshalb in der akuten Phase der Suizidgefährdung einer intensiven
Unterstützung und Begleitung.
Im Rahmen dieses Workshops werden wir erfahren, wie
wir Pflegende mit suizidgefährdeten Menschen umgehen können und welche Fehler wir
dabei vermeiden sollten.
Ziele der Fortbildung:
- Erkennen von Suizidalität
- Eine eigene Pflegerische Haltung zur
Suizidalität
- Sicherheit im Umgang mit Suizidalen
Patienten
- Ablauforganisation auf Station optimieren
- Krankenbeobachtung
- Rechtliche Aspekte
- Selbsterfahrung
Die
Aufnahmesituation im Krankenhaus für Psychosomatische Medizin und
Psychotherapie ist für den Patienten zumeist mit Unsicherheiten besetzt: er kommt
in eine für ihn fremde Umgebung zu fremden Menschen, denen er vertrauen soll.
Die veränderte Umgebung und die Frage, was mit ihm geschehen wird wirken
beängstigend auf ihn.
Statistische Untersuchungen ergeben, dass über 80% aller
Patienten im Krankenhaus das pflegerische Aufnahmegespräch als „wichtig“ oder
„sehr wichtig“ einstufen. Viele Patienten in der Psychosomatik berichten, dass die
Aufnahmesituation für den späteren Therapieverlauf von entscheidender Bedeutung
gewesen sei.
Der therapeutische Stellenwert des
pflegerischen Erstkontaktes ist sehr hoch. Aus diesem Grunde erfordert er umfangreiche fachliche sowie soziale
Kompetenzen von uns Pflegenden.
In dieser Fortbildung geht es darum, die Patientenaufnahme
als eigenen und wichtigen Teil der stationären Psychotherapie zu verstehen und
kompetent zu gestalten.
Musik im Pflegealltag - Wie funktioniert denn das?
Dieser Workshop lädt Sie ein, die positiven,
heilsamen und regulierenden Kräfte eines achtsamen Umgangs mit Musik selbst zu
erfahren.
Er vermittelt Pflegenden die Möglichkeiten, Musik und
Klang als ein selbstverständliches und alltägliches Mittel zur
Beziehungsgestaltung einzusetzen. Neben der Wissensvermittlung steht die
unmittelbare Selbsterfahrung im Mittelpunkt der gemeinsamen Arbeit.
Michael Haase verbindet einführende theoretische Grundlagen der Musiktherapie
und Erfahrungen aus dem musiktherapeutisch-pflegerischen Alltag mit
spielerischen und praktischen Elementen sowohl der Aktiven als auch der
Rezeptiven Musiktherapie.
Einen besonderen Stellenwert bekommt hier das
Regulative Musiktraining nach Christoph Schwabe, ein wirksames Wahrnehmungs-
und Wohlspannungstraining mit Musik, welches immer mehr gerade von Pflegenden in
Psychiatrie und Psychosomatik angeleitet wird.
Spaß an
der Musik und Neugier auf ihre Wirkung ist Voraussetzung, musikalische
Vorkenntnisse jedoch sind nicht erforderlich!
Inhalte dieser Fortbildung
- Exkursion zum Thema „Hören“
- Was ist Musiktherapie?
- Musik, Klänge und Instrumente in der Beziehungspflege
- Regulatives Musiktraining nach Christoph Schwabe
Nicht
sich-berieseln-lassen mit
entspannender Musik, sondern innehalten und wahrnehmen dessen, was ist: Umweltgeräusche,
Gedanken, Körperempfindungen, Gefühle, Musik ... Nicht
Einflussnehmen, sondern Geschehenlassen.
Das Regulative
Musiktraining (RMT) ist eine Anleitung zur gezielten Spannungsregulation mit
Musik. Sie richtet sich an alle Menschen, die ihre Wahrnehmungen differenzieren
möchten, um so innere Spannungen wirksam zu bearbeiten.
Unser gesellschaftliches Leben wird heute in
zunehmendem Maße von hohen Leistungsanforderungen geprägt, die den Einzelnen
oft bis an die Grenzen der individuellen Anpassung führen. Eine häufige Folge
sind Verspannungen, welche sich in Form der typischen Stresssymptome zeigen:
zum Beispiel Muskelverspannungen, Schlafstörungen, Kopfschmerzen,
Verdauungsstörungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Eine gesunde, dem persönlichen Leistungsanspruch
förderliche Anspannung ist auf die Dauer nur realisierbar, wenn die Person im
gleichen Maße Entspannung im Sinne von Lösung und Genießen beherrscht. So hat
in den 80er Jahren Dr. Christoph Schwabe aus der psychotherapeutischen Methode
‘Regulative Musiktherapie’ das ‘Regulative Musiktraining’ zur Behandlung
psychosomatischer Symptome entwickelt. Lösung und Genießen bedeutet hier nicht
das „Abschalten“, nicht ein Verleugnen und Verdrängen einer Verspannung durch
Ablenkung. Gemeint ist vielmehr ein „Umschalten“. Eine Verspannung kann am
ehesten losgelassen bzw. gelöst werden, wenn die Person ihre Aufmerksamkeit,
ohne zusätzliche Willensanstrengung und ohne das damit eng verbundene Abschaltenwollen,
auf andere Bereiche umlenkt.
Im Mittelpunkt des Trainings steht das Hören von instrumentaler
Orchestermusik. Ziel ist, die Aufmerksamkeit auf die Bereiche der Musik
(hören), des Körpers (spüren) sowie der Gedanken, Gefühle und Stimmungen
(fühlen) zu lenken. Die Wahrnehmung wird somit differenziert, innere
Verspannungen können erkannt, verstanden, benannt und einer regulativen
Bearbeitung zugänglich gemacht werden.
Musikalische Vorkenntnisse sind für das Regulative
Musiktraining nicht erforderlich!
Inhalte der Fortbildung
- Training der inneren
Haltung am Beispiel der Begegnung mit Musik - Bio-Psycho-Soziales Krankheitsverständnis - Seelische Spannungen
erkennen - Kommunikation über
Wahrnehmungen
Ziel der Fortbildung ist zum einen, das Regulative Musiktraining und die angebotenen Techniken zur
eigenen Regeneration und Wohlspannung wirksam einsetzen zu können. Zum anderen steht die Entwicklung
methodischer Ansätze für die Umsetzung des Regulativen Musiktrainings in der
beruflichen Praxis der Gruppenteilnehmer im Mittelpunkt.